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Projekthintergrund
Migrantinnen leben hier oftmals in einer wortlosen,
fremden Welt, da sie die deutsche Sprache nicht gelernt
haben und in ihrem Lebensumfeld die "fremde"
Sprache nicht benutzt wird.
Das klassische Model ist: die Kinder sprechen deutsch,
weil sie es in der Schule lernen, der Ehemann, weil
er im beruflichen Umfeld damit konfrontiert wird und
die Frau fast gar nicht. Ohne die Sprache ist eine Teilnahme
am gesellschaftlichen und beruflichen Leben fast nicht
möglich. Dadurch wird auch oftmals aus einem Nichtkönnen
ein Nichtwollen interpretiert. Diese Frauen sollen mit
starken, positiven Portraits angesprochen werden.
21 Frauen, im Alter von 21 - 65 Jahren, aus fünf
Kontinenten wurden nach ihrem deutschen Lieblingswort
und ihrer Begründung für dieses befragt –
dieses Wort konnte aufgrund einer Viel- zahl von Gründen
gewählt werden, z. B. Bedeutung, Klang, Symbolik.
Diese Begründung spiegelt sich im Bildaufbau und
örtlicher Umgebung des Portraits wieder, so dass,
selbst wenn die Betrachterin, der Betrachter das Wort
nicht versteht, eine Hinterfragung aufgrund der Bildsprache
stattfindet. Die Wörter wurden auf Vorlagen und
in der gleichen Schrift wie Autokennzeichen gedruckt.
Gleichsam der Teilnahme am Straßenverkehr symbolisiert
die Form des Wortdrucks die Teilnahme am gesellschaftlichen
Leben.
Die Auseinandersetzung mit der Sprache fördert letztendlich
das Selbstbewusstsein in einer fremden Umgebung. Die Sprache
zu lernen ist der erste Schritt für sich selbst und
Kommunikation der erste Schritt zur Integration. |