Projekthintergrund

Migrantinnen leben hier oftmals in einer wortlosen, fremden Welt, da sie die deutsche Sprache nicht gelernt haben und in ihrem Lebensumfeld die "fremde" Sprache nicht benutzt wird.
Das klassische Model ist: die Kinder sprechen deutsch, weil sie es in der Schule lernen, der Ehemann, weil er im beruflichen Umfeld damit konfrontiert wird und die Frau fast gar nicht. Ohne die Sprache ist eine Teilnahme am gesellschaftlichen und beruflichen Leben fast nicht möglich. Dadurch wird auch oftmals aus einem Nichtkönnen ein Nichtwollen interpretiert. Diese Frauen sollen mit starken, positiven Portraits angesprochen werden.
21 Frauen, im Alter von 21 - 65 Jahren, aus fünf Kontinenten wurden nach ihrem deutschen Lieblingswort und ihrer Begründung für dieses befragt – dieses Wort konnte aufgrund einer Viel- zahl von Gründen gewählt werden, z. B. Bedeutung, Klang, Symbolik. Diese Begründung spiegelt sich im Bildaufbau und örtlicher Umgebung des Portraits wieder, so dass, selbst wenn die Betrachterin, der Betrachter das Wort nicht versteht, eine Hinterfragung aufgrund der Bildsprache stattfindet. Die Wörter wurden auf Vorlagen und in der gleichen Schrift wie Autokennzeichen gedruckt. Gleichsam der Teilnahme am Straßenverkehr symbolisiert die Form des Wortdrucks die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.
Die Auseinandersetzung mit der Sprache fördert letztendlich das Selbstbewusstsein in einer fremden Umgebung. Die Sprache zu lernen ist der erste Schritt für sich selbst und Kommunikation der erste Schritt zur Integration.
 

Schirmfrau:
Florence Hervé, französische, in Düsseldorf und in Finistère lebende Autorin

Projektidee & Umsetzung:
Monica Brauer, lebt und arbeitet in Düsseldorf im Bereich grafische Gestaltung und Photografie
Höhenstr. 64, 40227 Düsseldorf, Telefon 0211.71064545 - www.brauer.to >>

Förderin:
kom!ma e.V. - Verein für Frauenkommunikation e. V.
Mari Uhlig, Himmelgeister Str. 107, 40225 Düsseldorf, Telefon: 0211.314910, Fax: 0211.314984, www.komma-duesseldorf.de >>

 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
© monica Brauer